TIERGESTÜTZTE PÄDAGOGIK

 

 

 

Unsere vierbeinige Mitarbeiterin !!

 

> Sie hat keine abgeschlossene Berufsausbildung und wird doch von allen Kindern akzeptiert.

> Sie hat keine Ahnung von pädagogischen Zielen für Kinder im Kita-Alter und unterstützt die Kinder doch beim Üben von Disziplin, Geduld, Rücksichtnahme und Verantwortungsbewusstsein.

> Sie ist noch nicht volljährig, arbeitet ohne Bezahlung und Vertrag und möchte doch an keinem anderen Platz der Welt sein.

> Sie nutzt selten ihre Stimme - ist sie doch Meisterin im Kommunizieren durch Körpersprache.

> Sie ist fast grenzenlos tolerant und nimmt kleine und große Leute in ihrer Persönlichkeit freudig und offen an.

> Sie bereichert unsere Konzeption um die wertvolle Möglichkeit der "Tiergestützten Pädagogik".

 

Mit großer Freude dürfen wir vorstellen:

"Emilia von Sömmerda" - von allen liebevoll EMMI genannt!!

 

 

Emmi im Einsatz

"Wenn sie es geschafft hat, den Reißverschluss zu öffnen, bekomme ich mein Leckerli fürs still sitzen."
"Die besprochenen Regeln im Umgang mit mir und anderen Hunden werden beim Ausmalen vertieft."
"Beim Hunde-Memory wird die Konzentration gefördert und ich passe auf, das keiner schummelt!!!"
"Mein Fell ist vom regelmässigen Duschen und Kämmen so kuschelig weich.........so sind Streicheleinheiten ein Genuss für die Kinder und mich."
"Manchmal schaukel ich auch mit den Kindern."
"Pfote geben" ist nicht selten der Beginn einer wunderbaren Freundschaft!
"Stechen die wilden Piraten in See, bin ich natürlich mit an Bord."
"Wenn ich mal muss, verlasse ich in Begleitung für kurze Zeit das Kinderhausgelände."
"Wöchentliche Naturtage mit den 4 und 5 jährigen Kindern genieße ich besonders."
"Wenn ich eine Vier würfle, wissen die Kinder sogleich, was zu tun ist."
"Belohnungsleckerli schmecken aus Kinderhand ganz besonders lecker."
Höchste Konzentration auf beiden Seiten trägt zum Gelingen bei!
Lebendige Pacour-Hindernisse sind eine echte Herausforderung.
   

Wie kommt das Weltkinderhaus zu "Tiergestützter Pädagogik"?

Bei einem Besuch der Waldkinder auf der Tierfarm „Arche Noah“ in Gaukönigshofen  konnten wir staunend beobachten, wie der Kontakt mit den dort lebenden Tieren auf unsere Kinder wirkte: Einige im Alltag sonst sehr unruhige und verhaltensspezielle Kinder zeigten sich äußerst ausgeglichen und kooperativ.

Während unserer Ausflüge mussten wir gehäuft feststellen, dass Hundebesitzer ihre Vierbeiner unkontrolliert in die Kindergruppe laufen lassen. Mit einer solchen Situation sind Kinder im Vorschulalter jedoch restlos überfordert.
Um den Kindern ein gewisses Verständnis am Verhalten und im Umgang mit Hunden zu vermitteln, werden im Kinderhaus entwicklungsentsprechend verschiedene Lerneinheiten angeboten. Das Interesse der Kinder ist äußerst groß und geht sehr ins Detail.
 Arbeits - Spiel – und Lernmaterialien erfreuen sich großer Beliebtheit.

 

Welche  nötigen Voraussetzungen bringt der Hund mit?

  • Hundeschule, Sozialisierung und Begleithundeprüfung bei:

Richard Steinhöfer, Burgweg 4, 97253 Gaukönigshofen

  • Impfpass mit allen notwendigen Impfungen
  • regelmäßige tierärztliche Kontrolle durch:

Kleintierklinik Lengfeld, Dr. B. Nohr und A. Schneider, Friedrich-Bergius-Ring 28, 97076 Würzburg

  • artgerechte Ernährung
  • regelmäßige Fell – und Krallenpflege

 

Wie werden die Kinder vorbereitet?


Bevor es zu einem Erstkontakt von Kind und Hund kommt, lernt das Kind zunächst die wichtigsten Regeln, darunter auch die Hygieneregeln, im Umgang mit dem Tier kennen. Ängstliche Kinder werden besonders berücksichtigt und behutsam an den Hund heran geführt.

 

Gibt es verantwortliche Fachkräfte im Kinderhaus?


Eine Mitarbeiterin– selbst seit Jahren erfahrene Hundebesitzerin - hat sich bezüglich dieser Erweiterung unserer Konzeption breitgefächert informiert, in Einrichtungen hospitiert und Fortbildungen besucht. Sie hat sich detailliertes  Fachwissen angeeignet und ist fortlaufend mit dem erfahrenen  Hundeausbilder Richard Steinhöfer in Kontakt.

Unterstützend begleitet eine zweite Fachkraft den Fachbereich „Tiergestützte Pädagogik“, die selbst zwei Hunde besitzt und viel Erfahrung im Umgang mit Tieren mitbringt.

Hinter dieser Konzeptionserweiterung stehen das gesamte ErzieherTeam (  zum Teil mit „Hundeerfahrung“), der Elternbeirat und der Träger des Weltkinderhauses.

 

Wie erleben unsere Kinder „Tiergestützte Pädagogik“ im Kinderhausalltag?


Der Privathund einer Mitarbeiterin, der eine adäquate Begleithundeausbildung an einer geprüften Hundeschule,Richard Steinhöfer, Burgweg 4, 97253 Gaukönigshofen abgeschlossen hat, begleitet die Kinder in geeigneten Lebensbereichen - so etwa beim Naturtag oder auf Spaziergängen. Dieser Hund kann durch seine Anwesenheit im Garten und im Haus eine angenehme und ruhige Atmosphäre erwirken.

Gezielte Angebote, die der Kinder zur Vertiefung von Fachwissen dienen, finden in der Regel in einem eigens für "tiergestützte Pädagogik" eingerichteten Raum statt. Dieses Zimmer ist zugleich Ruhezone für Emmi - hier hält sie sich außerhalb der Spiel- und Lerneinheiten auf. Die Fachkraft bietet den Kindern die Möglichkeit in diesem Bereich in einer vorbereiteten Umgebung gemeinsam mit dem fachbezogenen Material zu arbeiten.

Im Vordergrund steht immer das Erlernen des richtigen Umgangs mit dem nötigen Respekt und an zweiter Stelle die Freude am gemeinsamen Spiel.
Damit eine sichere und angstfreie Begegnung zwischen Kind und Tier gewährleistet ist, wird immer die Fachkraft anwesend sein. Kind und Hund werden niemals unbeaufsichtigt gelassen!

 

Durch die positive Wirkung „Tiergestützter Pädagogik“ auf Körper, Geist und Sozialverhalten erschließen sich dem Kind neue Erfahrungsräume. Es erfährt eine Unterstützung bei der Entwicklung von Kompetenzen:


  • Sprache und Kommunikation
  • Entwicklung von Selbstbewusstsein und Verantwortungsbewusstsein
  • Ausdauer und Konzentration
  • Lern – und Leistungsbereitschaft
  • Abbau von Hemmungen
  • Fähigkeit Nähe zuzulassen
  • Entwicklung von Empathie
  • Respekt vor Lebewesen
  • Freude an körperlicher Aktivität
  • Motorik und Wahrnehmung
  • Abbau von Stress

Durch intensive Beschäftigung mit dem Tier, sowie die Begleitung durch die Fachkraft, ermöglichen wir den Kindern den Erwerb von grundlegenden Fähig- und Fertigkeiten die seine Persönlichkeitsentwicklung fördern. Dies ist von größter Bedeutung für das weitere Leben.


Main Post am Samstag, 3.August 2013